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Blick besucht unsere Projektpartner

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Vor Kurzem reiste eine Journalistin der Zeitung Blick nach Afghanistan und veröffentlichte dazu mehrere Reportagen. Unsere Organisation unterstützte die Reise in organisatorischer Hinsicht. Vor Ort besuchte die Reporterin einen unserer Projektpartner sowie mehrere unserer Projekte. Zudem führte sie Interviews mit hochrangigen Taliban-Vertretern und versuchte insbesondere, die schwierige Lage und die Schicksale von Frauen eindrücklich darzustellen.

Der Artikel schildert die Lebensrealität von Frauen in Afghanistan seit der Machtübernahme der Taliban 2021 anhand mehrerer persönlicher Geschichten.

Im Zentrum steht Sadia, die wie viele Mädchen plötzlich nicht mehr zur Schule gehen durfte und auch ihren Sport aufgeben musste. Die drastischen Einschränkungen führten bei ihr zeitweise zu Suizidgedanken. Dennoch versucht sie, weiterzumachen – trotz eines Lebens, das sie als innerlich „tot“ beschreibt.

Auch andere Beispiele zeigen die Perspektivlosigkeit vieler Frauen: Eine 18-jährige Waise darf ein Waisenhaus nicht verlassen, weil sie ohne Ehemann keine Zukunft hat, obwohl sie eigentlich studieren möchte. In ländlichen Regionen wie Bamiyan kämpfen Frauen zusätzlich mit Armut und mangelnder Infrastruktur. Witwen und Familien sind oft auf Hilfsprojekte angewiesen, etwa die Verteilung von Nutztieren.

Besonders schwierig ist die Situation für die ethnische Minderheit der Hazara, die zusätzlich Diskriminierung und Gewalt erlebt. Viele Familien haben ihre Existenzgrundlage verloren, Männer sind arbeitslos, und Frauen sowie Kinder leiden unter Hunger.

Die Gesundheitsversorgung ist ohne NGOs kaum vorhanden, hat sich aber punktuell verbessert, etwa durch Geburtskliniken. Dennoch bleibt der Zugang schwierig, auch wegen strenger Vorschriften für Frauen.

Insgesamt zeichnet der Artikel ein düsteres Bild: Frauen sind weitgehend vom öffentlichen Leben ausgeschlossen, haben kaum Bildungschancen und wenig Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben.

 

«Es gibt viele Verschärfungen»

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In den Medien ist Afghanistan in den letzten Monaten kaum präsent – und wenn doch, dann meist mit schweren und traurigen Nachrichten. Vor kurzem haben die Taliban ein neues Strafgesetz veröffentlicht, das sich strikt an der Scharia und ihren radikal-religiösen Ansichten orientiert.

Im Rahmen der Berichterstattung darüber konnte Michael Kunz die Perspektive und die aktuellen Erfahrungen der Afghanistanhilfe darlegen. Entstanden sind lesens- und hörenswerte Interviews. Das Gespräch mit SRF ist frei zugänglich, die aktuelle Berichterstattung der SN finden Sie bei der SN oder in unserem Mediendossier.

Unsere Projekte funktionieren weiterhin – grundsätzlich. Unsere Hilfe erreicht Tausende Menschen: in den Kliniken, bei Lebensmittelverteilungen und in unseren Bildungsprogrammen. Darüber sind wir dankbar – für die Menschen vor Ort und für unsere Spenderinnen und Spender.

Gleichzeitig sind wir tief besorgt über die fortschreitende Unterdrückung von Mädchen und Frauen sowie über die zunehmenden Einschränkungen im Bildungs- und Gesundheitswesen. «Wir führen noch drei Waisenhäuser. Dort dürfen wir zum Beispiel keine kulturellen Aktivitäten mehr anbieten – also kein Theater, kein Sport für Mädchen, keine kulturellen Angebote», erklärt Michi Kunz gegenüber SRF.

Aktuell drohen die Taliban zudem, die Waisenhäuser zu verstaatlichen, um die vollständige Kontrolle zu übernehmen. Dies stellt die Afghanistanhilfe vor weitere schwierige und weitreichende Fragen.

Eindrückliche Filmreihe über Frauen aus Afghanistan

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Ein Kino-Tipp: Im Rahmen von «Women of» richtet das Kino Nische in Winterthur den Blick auf die Frauen Afghanistans. Jahrzehntelange Kriege, politische Umbrüche und die unmenschliche Herrschaft der Taliban haben das Leben der Frauen im Land geprägt. Die ausgewählten Filme zeigen, wie Frauen trotz Unterdrückung, Gewalt und gesellschaftlicher Zwänge ihren Mut, ihre Stimme und ihren Widerstand bewahren.

Sie sind Aktivistinnen, Hausfrauen, Politikerinnen, Künstlerinnen und Kämpferinnen und stehen für die Stärke, den Überlebenswillen und die Entschlossenheit afghanischer Frauen, selbst unter den härtesten Bedingungen.

Spezial: 11.1. Q&A mit Benafsha Efaf, Anwältin sowie Menschenrechtsverteidigerin, und mit Alexandra Karle, Geschäftsleitung Amnesty International SchweizFilmreihe in Winterthur

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